Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

der SP-AKA Sportphysio GmbH (Sportphysio Akademie)

Vertragspartner

SP-AKA Sportphysio GmbH, Franzensbrückenstraße 14/B1, 1020 Wien, Österreich, Firmenbuchnummer FN675992G, E-Mail: info@sportphysio-fortbildung.at, Website: www.sportphysio-fortbildung.at, vertreten durch den Geschäftsführer Christian Schantl, nachfolgend „Anbieterin“ genannt,

und

Kund:innen, Teilnehmer:innen von Fortbildungen, Nutzer:innen des geschützten Mitgliederbereichs sowie Empfänger:innen sonstiger Leistungen der Anbieterin, nachfolgend zusammenfassend „Kund:in“ oder „Teilnehmer:in“ genannt,

wie folgt:

§ 1 Allgemeine Informationen und Geltungsbereich

1.1 Die Anbieterin erbringt sämtliche Leistungen ausschließlich auf Grundlage der nachstehenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Diese AGB gelten für alle Rechtsbeziehungen zwischen der Anbieterin und den Kund:innen, insbesondere für Lehrgänge, Seminare, Fortbildungen, Einzelveranstaltungen, Webinare, digitale Lehrinhalte, Skripten, Downloads, den passwortgeschützten Mitgliederbereich sowie für sonstige damit verbundene Leistungen der Anbieterin.

1.2 Die AGB gelten auch dann, wenn im Einzelfall nicht nochmals ausdrücklich auf sie Bezug genommen wird. Mit Anmeldung zu einer Fortbildung, mit Abschluss eines Fortbildungsvertrags, mit Annahme eines Angebots, mit Nutzung des Mitgliederbereichs oder mit Inanspruchnahme sonstiger Leistungen der Anbieterin gelten diese AGB als vereinbart.

1.3 Entgegenstehende oder abweichende Geschäftsbedingungen von Kund:innen werden nicht Vertragsbestandteil, selbst dann nicht, wenn die Anbieterin diesen nicht ausdrücklich widerspricht. Eine Anerkennung fremder Bedingungen bedarf zu ihrer Wirksamkeit der ausdrücklichen schriftlichen Bestätigung durch die Anbieterin.

1.4 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam, undurchführbar oder nichtig sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine rechtlich zulässige Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

1.5 Maßgeblich ist jeweils die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültige Fassung der AGB. Die Anbieterin ist berechtigt, diese AGB für zukünftige Vertragsabschlüsse zu ändern. Für bereits abgeschlossene Verträge gelten Änderungen nur, wenn diese Kund:innen in geeigneter Form mitgeteilt werden und diese Änderungen nicht zwingenden gesetzlichen Bestimmungen widersprechen.

1.6 Diese AGB ergänzen den jeweiligen Fortbildungs- bzw. Teilnahmevertrag. Im Fall eines Widerspruchs zwischen individueller schriftlicher Vereinbarung und diesen AGB geht die individuelle schriftliche Vereinbarung vor, im Übrigen gelten diese AGB ergänzend.

§ 2 Vertragsschluss, Anmeldung und Kursplatzbestätigung

2.1 Die Anmeldung zu Lehrgängen, Seminaren oder sonstigen Leistungen der Anbieterin kann schriftlich, elektronisch oder über dafür vorgesehene Online-Formulare erfolgen. Jede Anmeldung ist verbindlich.

2.2 Ein Vertrag kommt erst zustande, wenn die Anmeldung durch die Anbieterin schriftlich oder in Textform bestätigt wird oder wenn die Anbieterin mit der Leistungserbringung beginnt. Die bloße Eingangsbestätigung einer Anmeldung stellt noch keine verbindliche Annahme dar, sofern darin nicht ausdrücklich eine Teilnahme bestätigt wird.

2.3 Ein Kursplatz gilt als verbindlich vergeben, wenn kumulativ eine ordnungsgemäße Anmeldung vorliegt, allfällige Teilnahmevoraussetzungen erfüllt sind und eine schriftliche Bestätigung seitens der Anbieterin erfolgt ist.

2.4 Die Anbieterin behält sich das Recht vor, Anmeldungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen, insbesondere wenn Teilnahmevoraussetzungen nicht erfüllt sind, organisatorische Gründe entgegenstehen oder der geordnete Ablauf der Veranstaltung gefährdet erscheint.

2.5 Kund:innen haben ihre bei der Anmeldung bekannt gegebenen Daten vollständig und richtig anzugeben und Änderungen, insbesondere bei Adresse, E-Mail-Adresse, Rechnungsanschrift oder Namen, unverzüglich bekannt zu geben. Nachteile, die aus unrichtigen oder unvollständigen Angaben entstehen, gehen zu Lasten der Kund:innen.

2.6 Soweit Teilnehmer:innen nicht binnen angemessener Zeit eine Kursplatzbestätigung erhalten, trifft sie die Obliegenheit, bei der Anbieterin nachzufragen, ob die Anmeldung eingelangt und bestätigt worden ist.

§ 3 Leistungsgegenstand, Inhalte und organisatorische Durchführung

3.1 Gegenstand der Leistungen der Anbieterin ist die Durchführung, Organisation und Entwicklung von Aus-, Fort- und Weiterbildungen im Gesundheits-, Therapie-, Sport- und Trainingsbereich, insbesondere im Bereich der Sportphysiotherapie, sowohl in Präsenz- als auch in Onlineformaten, sowie die Bereitstellung von Lehr- und Lernmaterialien, Skripten, Webinaren, Veranstaltungen, Seminaren und ergänzenden digitalen Inhalten.

3.2 Die Anbieterin ist berechtigt, Inhalt, Aufbau, zeitliche Abfolge, Vortragende, didaktische Formate, Veranstaltungsorte und organisatorische Abläufe anzupassen, soweit dadurch der Gesamtcharakter der Fortbildung nicht wesentlich verändert wird und dies Kund:innen zumutbar ist. Dies gilt insbesondere für organisatorisch erforderliche Änderungen, Aktualisierungen fachlicher Inhalte, Ausfall oder Wechsel von Vortragenden sowie die Anpassung digitaler Formate.

3.3 Angaben zu Umfang, Dauer, Inhalten, Referent:innen, Terminen, Veranstaltungsorten und Gebühren ergeben sich grundsätzlich aus dem jeweiligen Vertrag, der Kursbeschreibung, der Rechnung, der Anmeldebestätigung oder den sonstigen von der Anbieterin zur Verfügung gestellten Unterlagen.

3.4 Die Anbieterin ist bemüht, Inhalte fachlich aktuell, praxisrelevant und sorgfältig aufzubereiten. Ein bestimmter subjektiver Lernerfolg, ein bestimmter Prüfungserfolg oder ein bestimmter beruflicher oder wirtschaftlicher Nutzen wird jedoch nicht geschuldet.

3.5 Soweit Skripten, Unterlagen, Videoaufzeichnungen, Webinare oder sonstige ergänzende Inhalte bereitgestellt werden, erfolgt dies grundsätzlich digital über einen geschützten Mitgliederbereich oder über von der Anbieterin bekannt gegebene Download-Möglichkeiten. Ein Anspruch auf gedruckte Unterlagen besteht nur, wenn dies ausdrücklich schriftlich vereinbart wurde.

3.6 Prüfungen, Lehrgangsleistungen oder Abschlussleistungen sind – sofern im jeweiligen Angebot vorgesehen – Bestandteil der Fortbildung. Der konkrete Prüfungsmodus, die organisatorische Durchführung, die Terminierung und allfällige Voraussetzungen für das Antreten zur Prüfung werden von der Anbieterin bekanntgegeben.

3.7 Exkursionen, Hospitationen oder sonstige externe Programmpunkte sind – sofern im Angebot enthalten – Teil der Fortbildung. In der Teilnahmegebühr enthalten sind diesfalls nur jene Leistungen, die ausdrücklich von der Anbieterin als inkludiert ausgewiesen werden. Nicht umfasst sind insbesondere individuelle Anreise- und Abreisekosten, Parkgebühren, Fahrscheine, Nächtigungen, Verpflegung, Konsumationen oder sonstige persönliche Auslagen der Teilnehmer:innen.

§ 4 Mitgliederbereich, Registrierung, Zugangsdaten und digitale Inhalte

4.1 Soweit die Anbieterin digitale Inhalte zur Verfügung stellt, erfolgt dies über einen passwortgeschützten Mitgliederbereich oder über individualisierte Zugänge. Ein Anspruch auf einen bestimmten technischen Übermittlungsweg besteht nicht.

4.2 Voraussetzung für die Nutzung des Mitgliederbereichs ist eine ordnungsgemäße Registrierung bzw. Freischaltung durch die Anbieterin, die Einhaltung der vereinbarten Zahlungsbedingungen sowie die Einhaltung des erlaubten Nutzungsumfangs nach diesen AGB.

4.3 Teilnehmer:innen haben Zugangsdaten geheim zu halten, vor dem Zugriff Dritter zu schützen und dürfen diese weder weitergeben noch sonst Dritten die Nutzung des Mitgliederbereichs ermöglichen. Jede Nutzung des Mitgliederbereichs hat höchstpersönlich zu erfolgen.

4.4 Die Anbieterin ist berechtigt, Zugänge vorübergehend zu sperren oder dauerhaft zu entziehen, wenn Kund:innen gegen diese AGB verstoßen, Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen, Zugangsdaten missbräuchlich verwenden oder sonstige Umstände vorliegen, die eine weitere Nutzung unzumutbar erscheinen lassen.

4.5 Die Anbieterin ist berechtigt, digitale Inhalte, Skripten, Aufzeichnungen, Webinare oder sonstige Materialien ganz oder teilweise zu aktualisieren, zu ersetzen, einzuschränken oder zu entfernen, soweit dies sachlich gerechtfertigt ist. Ein dauerhafter Anspruch auf jederzeitigen und unbegrenzten Zugriff auf sämtliche Inhalte besteht nur, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde.

4.6 Ausdrücklich untersagt sind alle Aktivitäten, die geeignet sind, den Mitgliederbereich, technische Systeme oder Inhalte zu beeinträchtigen, zu umgehen, zu manipulieren oder missbräuchlich zu verwenden. Unzulässig sind insbesondere automatisierte Zugriffe, das Umgehen von Schutzmaßnahmen, das Herunterladen mit technischen Hilfsmitteln außerhalb der vorgesehenen Funktionen, das Testen von Sicherheitslücken sowie jede Form der Weiterverbreitung von Zugangsmöglichkeiten.

§ 5 Teilnahmegebühren, Zahlungsbedingungen und Fälligkeit

5.1 Die Höhe der Teilnahmegebühren ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot, dem Fortbildungsvertrag, der Anmeldebestätigung oder der Rechnung. Für den Lehrgang Sportphysiotherapie beträgt die Teilnahmegebühr, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes schriftlich vereinbart wurde, EUR 4.980,00. Die Leistung wird als umsatzsteuerbefreite Leistung behandelt.

5.2 Kund:innen können zwischen unterschiedlichen Zahlungsmodellen wählen. Für den Lehrgang Sportphysiotherapie werden derzeit folgende Modelle angeboten: Einmalzahlung mit 5 % Rabatt, Zahlung in zwei Teilbeträgen sowie Zahlung in drei Teilbeträgen. Die konkrete Fälligkeit ergibt sich aus dem jeweiligen Vertrag oder der Rechnung.

5.3 Bei Einmalzahlung ist der ausgewiesene Gesamtbetrag innerhalb der auf der Rechnung genannten Frist zu entrichten. Bei vereinbarter Ratenzahlung sind die einzelnen Raten jeweils spätestens 14 Tage vor dem vertraglich vorgesehenen Modulbeginn bzw. spätestens zum jeweils vereinbarten Fälligkeitstermin vollständig auf dem von der Anbieterin bekannt gegebenen Konto eingelangt zu sein.

5.4 Die Wahl einer Ratenzahlung stellt ausschließlich eine Zahlungserleichterung dar. Sie ändert nichts daran, dass mit Vertragsschluss die gesamte Teilnahmegebühr für den gebuchten Lehrgang geschuldet wird. Eine Ratenzahlung ist daher keine Buchung einzelner Module und begründet keinen Anspruch darauf, nur einzelne Kursabschnitte zu belegen oder zu bezahlen.

5.5 Die Teilnahme an Lehrgängen, Modulen, Seminaren, Prüfungen, Webinaren oder sonstigen Leistungen kann von der vollständigen und fristgerechten Zahlung der jeweils fälligen Beträge abhängig gemacht werden. Die Anbieterin ist berechtigt, Teilnehmer:innen bei Zahlungsverzug ganz oder teilweise von der Teilnahme auszuschließen sowie Zugänge zum Mitgliederbereich zu sperren.

5.6 Bei Zahlungsverzug gelten gesetzliche Verzugszinsen sowie sämtliche zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung erforderlichen Mahn-, Inkasso- und Rechtsanwaltskosten als vereinbart, soweit diese gesetzlich zulässig sind.

5.7 Gerät ein:e Teilnehmer:in mit einer Rate oder einem Teilbetrag in Verzug, ist die Anbieterin berechtigt, nach angemessener Nachfristsetzung den gesamten noch offenen Restbetrag sofort fällig zu stellen.

5.8 Zahlungen sind unter Angabe der von der Anbieterin vorgegebenen Referenzen, insbesondere Rechnungsnummer, Lehrgang oder Namen der Teilnehmer:innen, zu leisten. Eine Zahlung gilt erst mit Einlangen auf dem Konto der Anbieterin als erbracht.

§ 6 Stornierung vor Lehrgangsbeginn, Abbruch und Umbuchung

6.1 Stornierungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform oder Textform und werden erst mit schriftlicher Bestätigung durch die Anbieterin wirksam.

6.2 Für mehrmodulige Lehrgänge gilt, sofern nicht im Einzelfall ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde, folgende Stornoregelung: Bis 12 Wochen vor Lehrgangsbeginn ist eine Stornierung kostenfrei möglich. Ab 12 Wochen bis 8 Wochen vor Lehrgangsbeginn sind 25 % der Teilnahmegebühr fällig. Ab 8 Wochen bis 4 Wochen vor Lehrgangsbeginn sind 50 % der Teilnahmegebühr fällig. Ab 4 Wochen vor Lehrgangsbeginn ist die volle Teilnahmegebühr fällig. Maßgeblich ist jeweils der Zugang der Stornierung bei der Anbieterin.

6.3 Für eintägige oder mehrtägige Einzelveranstaltungen außerhalb eines mehrmoduligen Lehrgangs kann die Anbieterin in der jeweiligen Ausschreibung abweichende Stornofristen vorsehen.

6.4 Mit Beginn des Lehrgangs bzw. mit Inanspruchnahme der ersten vertraglich geschuldeten Leistung ist eine ordentliche Stornierung ausgeschlossen. Ein Abbruch des Lehrgangs, Fernbleiben von einzelnen Modulen, Nichtantreten zu Prüfungen oder eine nur teilweise Teilnahme begründen keinen Anspruch auf Rückerstattung bereits geleisteter Zahlungen. Offene Raten bleiben in diesem Fall weiterhin geschuldet.

6.5 Bei mehrmoduligen Lehrgängen ist die Absage oder Kündigung einzelner Module ausgeschlossen. Der Lehrgang ist als in sich geschlossene Einheit gebucht.

6.6 Aus Gründen der Fairness und im Sinne einer Kulanzregelung kann die Anbieterin auf schriftlichen Antrag eine einmalige Umbuchung auf einen späteren Lehrgang genehmigen, insbesondere bei nachgewiesener Krankheit, Schwangerschaft, Geburt, schwerwiegenden familiären Gründen oder sonstigen unvorhersehbaren Ereignissen, die eine Fortsetzung der Teilnahme vorübergehend unmöglich oder unzumutbar machen.

6.7 Eine Umbuchung setzt voraus, dass geeignete Nachweise vorgelegt werden, ein späterer Lehrgang tatsächlich durchgeführt wird und dort ein freier Platz verfügbar ist. Ein Rechtsanspruch auf Umbuchung besteht nicht. Die Entscheidung erfolgt nach billigem Ermessen der Anbieterin unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen beider Seiten.

6.8 Im Falle einer genehmigten Umbuchung bleibt die Zahlungspflicht grundsätzlich aufrecht. Bereits absolvierte Module können – sofern fachlich und organisatorisch sinnvoll – angerechnet werden. Die Anbieterin ist berechtigt, bei wesentlichen inhaltlichen Änderungen die Wiederholung einzelner Module oder Leistungsnachweise vorzusehen.

6.9 Die Stellung eines geeigneten Ersatzteilnehmers oder einer geeigneten Ersatzteilnehmerin ist mit Zustimmung der Anbieterin möglich. Die Zustimmung kann insbesondere verweigert werden, wenn Teilnahmevoraussetzungen nicht erfüllt sind oder organisatorische Gründe entgegenstehen. Bereits entstandene angemessene Bearbeitungskosten können weiterverrechnet werden.

§ 7 Rücktritt, Absage oder Änderungen durch die Anbieterin

7.1 Die Anbieterin ist berechtigt, Veranstaltungen, Lehrgänge oder einzelne Programmpunkte aus sachlich gerechtfertigten Gründen zu verschieben, örtlich zu verlegen, in ein anderes Format umzuwandeln oder abzusagen. Solche Gründe können insbesondere Erkrankung oder Ausfall von Vortragenden, zu geringe Teilnehmerzahl, höhere Gewalt, behördliche Vorgaben, technische Probleme, Sicherheitsgründe oder sonstige Umstände sein, die außerhalb des Einflussbereichs der Anbieterin liegen oder einen geordneten Ablauf wesentlich erschweren.

7.2 Wird eine Veranstaltung durch die Anbieterin abgesagt und kein zumutbarer Ersatztermin angeboten oder gewünscht, beschränkt sich der Anspruch der Teilnehmer:innen auf Rückerstattung bereits bezahlter Entgelte für die betroffene Leistung. Weitergehende Ansprüche, insbesondere auf Ersatz von Reise-, Nächtigungs-, Verdienstentgangs-, Storno- oder Folgekosten, sind – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.

7.3 Die Anbieterin ist berechtigt, bei Vorliegen wichtiger Gründe vom Vertrag zurückzutreten oder Teilnehmer:innen von der weiteren Teilnahme auszuschließen. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei erheblichem Zahlungsverzug, schwerwiegenden Verstößen gegen diese AGB, unzumutbarem Verhalten gegenüber Vortragenden, Mitarbeiter:innen oder anderen Teilnehmer:innen, Gefährdung des geordneten Kursablaufs, vorsätzlicher Beschädigung von Eigentum oder wiederholtem Missbrauch des Mitgliederbereichs.

7.4 Im Fall eines berechtigten Ausschlusses aus wichtigem Grund besteht kein Anspruch auf Rückerstattung bereits geleisteter Zahlungen. Noch offene Entgelte bleiben geschuldet, soweit der Ausschluss durch vertragswidriges Verhalten der Teilnehmer:innen veranlasst wurde.

§ 8 Nutzungsrechte und urheberrechtlicher Schutz

8.1 Sämtliche von der Anbieterin bereitgestellten Inhalte, insbesondere Skripten, Folien, Präsentationen, Videos, Audioinhalte, Webinare, Downloads, Lehrgangskonzepte, Prüfungsunterlagen, Arbeitsblätter, Grafiken, Fotos und sonstige Lehr- und Lernmaterialien, sind urheberrechtlich geschützt oder sonst zugunsten der Anbieterin bzw. zugunsten der jeweiligen Rechteinhaber rechtlich geschützt.

8.2 Die Inhalte werden den Teilnehmer:innen ausschließlich zur eigenen, persönlichen, nicht übertragbaren und nicht kommerziellen Nutzung im Rahmen der gebuchten Fortbildung zur Verfügung gestellt. Eine Nutzung zur Durchführung eigener Kurse, Schulungen, Seminare, Workshops, Fortbildungen oder sonstiger kommerzieller oder institutioneller Angebote ist unzulässig.

8.3 Ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung der Anbieterin ist es insbesondere unzulässig, Inhalte ganz oder teilweise zu vervielfältigen, an Dritte weiterzugeben, öffentlich zugänglich zu machen, in Intranets oder Cloudspeichern mit Drittzugriff bereitzustellen, zu veröffentlichen, aufzunehmen, zu bearbeiten, zu übersetzen, zu verkaufen, zu lizenzieren oder in sonstiger Weise außerhalb des vereinbarten Nutzungszwecks zu verwenden.

8.4 Untersagt sind insbesondere auch Audio-, Video- oder Bildschirmaufnahmen von Unterrichtseinheiten, Vorträgen, Webinaren, Demonstrationen oder sonstigen Lehrveranstaltungen sowie das Anfertigen oder Verbreiten von Mitschnitten, Fotokopien, Screenshots, Abschriften größerer Teile oder sonstigen Vervielfältigungen, sofern dies nicht ausdrücklich schriftlich erlaubt wurde.

8.5 Die Anbieterin ist berechtigt, bei Verstößen gegen Nutzungsrechte zivil- und strafrechtliche Schritte einzuleiten, Zugänge zu sperren und betroffene Personen vom weiteren Kursbesuch auszuschließen. Darüber hinaus haften Teilnehmer:innen für sämtliche daraus entstehenden Schäden und Kosten.

§ 9 Systemvoraussetzungen, Support und technische Hinweise

9.1 Für die Nutzung digitaler Inhalte, Webinare, Downloads und des Mitgliederbereichs benötigen Teilnehmer:innen ein geeignetes Endgerät, eine funktionierende Internetverbindung sowie die im Einzelfall erforderliche Software oder technische Ausstattung. Es obliegt den Teilnehmer:innen, diese Voraussetzungen auf eigene Kosten sicherzustellen.

9.2 Die Anbieterin schuldet keine technische Ausstattung auf Seiten der Teilnehmer:innen und übernimmt keine Haftung dafür, dass Inhalte auf jedem beliebigen System, Browser oder Endgerät in identischer Weise abrufbar sind. Soweit technische Mindestanforderungen bestehen, werden diese in geeigneter Weise bekannt gegeben.

9.3 Supportanfragen zum Mitgliederbereich oder zu digitalen Inhalten können an die von der Anbieterin bekannt gegebene Kontaktadresse gerichtet werden. Die Anbieterin ist bemüht, Anfragen in angemessener Zeit zu bearbeiten, schuldet jedoch keine jederzeitige Soforthilfe oder eine bestimmte Reaktionszeit, sofern dies nicht ausdrücklich vereinbart wurde.

§ 10 Verfügbarkeit, Wartung und höhere Gewalt

10.1 Die Anbieterin ist bemüht, digitale Inhalte und den Mitgliederbereich im Rahmen der technischen und betrieblichen Möglichkeiten verfügbar zu halten. Eine ununterbrochene, jederzeitige, fehlerfreie und vollständig störungsfreie Verfügbarkeit wird jedoch nicht geschuldet.

10.2 Vorübergehende Einschränkungen oder Unterbrechungen können sich insbesondere durch Wartungsarbeiten, Updates, Sicherheitsmaßnahmen, technische Störungen, Ausfälle von Drittanbietern, Netzprobleme, Stromausfälle oder Fälle höherer Gewalt ergeben.

10.3 Soweit die Anbieterin die Nichtverfügbarkeit nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht hat, begründen vorübergehende technische Einschränkungen keine Schadenersatz- oder Rückerstattungsansprüche.

§ 11 Datenverarbeitung und datenschutzrechtliche Hinweise

11.1 Die Anbieterin verarbeitet personenbezogene Daten der Kund:innen ausschließlich im Rahmen der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen und soweit dies für die Vertragserfüllung, die Abwicklung der Teilnahme, die Bereitstellung des Mitgliederbereichs, die Kommunikation mit Teilnehmer:innen, die Rechnungslegung, die Dokumentation von Fortbildungsleistungen oder auf Grundlage berechtigter Interessen erforderlich ist.

11.2 Nähere Informationen zur Art, zum Umfang und zu den Zwecken der Datenverarbeitung, zu Speicherdauern, Rechtsgrundlagen und Betroffenenrechten ergeben sich aus der gesonderten Datenschutzerklärung der Anbieterin in ihrer jeweils aktuellen Fassung.

11.3 Soweit zur Nutzung des Mitgliederbereichs Registrierungsdaten erforderlich sind, haben Teilnehmer:innen nur solche Daten bekanntzugeben, die richtig, vollständig und aktuell sind. Teilnehmer:innen nehmen zur Kenntnis, dass ohne Verarbeitung dieser Daten bestimmte Leistungen, insbesondere digitale Inhalte oder Login-Funktionen, nicht oder nicht vollständig erbracht werden können.

§ 12 Foto-, Videoaufnahmen, Social Media und Veröffentlichungen

12.1 Teilnehmer:innen ist es grundsätzlich gestattet, im Rahmen von Social Media über ihre Teilnahme an einer Fortbildung der Anbieterin zu berichten und eigene Eindrücke zu teilen, sofern dadurch weder Rechte der Anbieterin noch Rechte Dritter verletzt werden.

12.2 Nicht zulässig ist insbesondere die Veröffentlichung oder Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte der Anbieterin in wesentlichen Teilen, insbesondere von Skripten, Präsentationen, Unterrichtsmaterialien, Prüfungsunterlagen, Videoaufzeichnungen, Webinarinhalten oder sonstigen exklusiven Lehrinhalten.

12.3 Ebenfalls unzulässig ist die Veröffentlichung von Bild-, Video- oder Tonaufnahmen anderer Teilnehmer:innen, Patient:innen, Demonstrationspersonen, Mitarbeiter:innen oder Vortragenden ohne deren ausdrückliche Zustimmung. Dies gilt insbesondere für Aufnahmen aus praktischen Einheiten, Demonstrationen, Gruppenarbeiten oder informellen Situationen im Rahmen der Veranstaltung.

12.4 Soweit die Anbieterin bei Veranstaltungen Foto-, Video- oder Tonaufnahmen zu Dokumentations-, Berichts-, Öffentlichkeits- oder Marketingzwecken erstellt oder erstellen lässt, erfolgt dies ausschließlich im Rahmen der datenschutzrechtlichen Vorgaben. Sofern eine Einwilligung erforderlich ist, wird diese gesondert eingeholt. Teilnehmer:innen ohne entsprechende Einwilligung dürfen nicht in identifizierbarer Weise zu Marketingzwecken veröffentlicht werden.

12.5 Teilnehmer:innen haften der Anbieterin gegenüber für alle Nachteile, Schäden, Ansprüche Dritter oder Kosten, die daraus entstehen, dass sie entgegen diesen Bestimmungen Inhalte, Bildmaterial, Aussagen, Unterlagen oder personenbezogene Daten unzulässig veröffentlichen oder verbreiten.

§ 13 Haftung, Haftungsausschluss und Eigenverantwortung

13.1 Die von der Anbieterin vermittelten Inhalte dienen der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Sie stellen keine individuelle Therapieanweisung, keine medizinische Einzelberatung und keine rechtliche Einzelfallberatung dar. Die fachgerechte Anwendung in der Praxis setzt jeweils eine eigenständige Anamnese, Beurteilung, Indikationsstellung, Einhaltung gesetzlicher Berufsgrenzen sowie ausreichende praktische Kompetenz voraus.

13.2 Die Anbieterin haftet nicht für die konkrete Anwendung, Umsetzung oder Nichtumsetzung der vermittelten Inhalte durch Teilnehmer:innen. Die Beurteilung, ob und in welcher Weise Inhalte rechtlich, fachlich oder praktisch angewendet werden dürfen und können, obliegt ausschließlich den Teilnehmer:innen. Diese haben insbesondere selbst sicherzustellen, keine Berufsübertretungen oder sonstigen Rechtsverstöße zu begehen.

13.3 Für Schäden haftet die Anbieterin – aus welchem Rechtsgrund auch immer – nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit, soweit gesetzlich zulässig. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist – mit Ausnahme von Personenschäden und zwingenden gesetzlichen Haftungsbeständen – ausgeschlossen.

13.4 Die Anbieterin übernimmt keine Haftung für persönliche Gegenstände, Lernunterlagen, Wertgegenstände oder sonstiges Eigentum der Teilnehmer:innen. Dies gilt insbesondere auch für Verlust, Diebstahl oder Beschädigung während der Veranstaltung, in Veranstaltungsräumlichkeiten, an externen Veranstaltungsorten oder auf Wegen zu und von Veranstaltungsorten.

13.5 Die Anbieterin übernimmt weiters keine Haftung für Schädigungen, Unfälle oder Verletzungen der Teilnehmer:innen, sofern diese nicht auf grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz der Anbieterin zurückzuführen sind. Dies gilt insbesondere für praktische Übungen, Selbsterfahrungen, Demonstrationen, Partnerarbeiten, sportliche Aktivitäten, Exkursionen, Wege innerhalb des Veranstaltungsorts sowie An- und Abreisen.

13.6 Teilnehmer:innen halten sich in Veranstaltungsräumen sowie an externen Veranstaltungsorten auf eigene Gefahr auf. Bei praktischen Übungen, Anwendungen, Demonstrationen oder Tätigkeiten an anderen Teilnehmer:innen oder an dafür vorgesehenen Demonstrationspersonen handeln Teilnehmer:innen eigenverantwortlich und auf eigenes Risiko.

13.7 Fügen Teilnehmer:innen im Rahmen praktischer Übungen, Demonstrationen oder sonstiger Handlungen Dritten einen Schaden zu, so bleibt ihre persönliche Haftung unberührt. Sie haben die Anbieterin diesbezüglich schad- und klaglos zu halten, sofern die Anbieterin nicht selbst vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hat.

13.8 Soweit Schadenersatzansprüche gegen die Anbieterin ausgeschlossen oder beschränkt sind, gilt dies – soweit gesetzlich zulässig – auch zugunsten von Mitarbeiter:innen, Vortragenden, Referent:innen, Erfüllungsgehilf:innen und sonstigen von der Anbieterin beigezogenen Personen.

§ 14 Verhaltenspflichten der Teilnehmer:innen

14.1 Teilnehmer:innen haben sich während sämtlicher Lehrveranstaltungen, im Mitgliederbereich und in allen damit verbundenen Kommunikationsräumen respektvoll, sachlich und so zu verhalten, dass andere Teilnehmer:innen, Vortragende, Mitarbeiter:innen und der organisatorische Ablauf nicht beeinträchtigt werden.

14.2 Unzulässig sind insbesondere beleidigendes, diskriminierendes, sexistisch herabwürdigendes, rassistisches, diffamierendes, aggressives, störendes oder sonst unzumutbares Verhalten sowie jede Form von Belästigung, Einschüchterung oder Gefährdung anderer Personen.

14.3 Ebenso unzulässig ist das Einbringen oder Verbreiten rechtswidriger, irreführender, beleidigender oder technisch schädlicher Inhalte im Mitgliederbereich oder in sonstigen von der Anbieterin zur Verfügung gestellten Kommunikationskanälen.

14.4 Bei Verstößen gegen diese Pflichten ist die Anbieterin berechtigt, nach Abmahnung oder bei schwerwiegenden Verstößen auch sofort, Teilnehmer:innen von einzelnen Programmpunkten, vom Mitgliederbereich oder vom gesamten Lehrgang auszuschließen.

§ 15 Vertragsbeendigung und Sperre von Zugängen

15.1 Das Vertragsverhältnis endet grundsätzlich mit vollständiger Erbringung der gebuchten Leistung oder – bei Lehrgängen – mit Abschluss des Lehrgangs, ohne dass es einer gesonderten Kündigung bedarf.

15.2 Soweit Teilnehmer:innen einen Zugang zum Mitgliederbereich erhalten, endet das Nutzungsrecht spätestens mit Ablauf des vertraglich vorgesehenen Zugangszeitraums oder mit Beendigung des Vertragsverhältnisses. Eine Löschung von Accounts oder Sperre von Zugängen aus wichtigem Grund bleibt vorbehalten.

15.3 Die Anbieterin ist berechtigt, Konten, Zugänge oder Nutzungsrechte bei Verstößen gegen den Vertrag oder diese AGB, bei Missbrauch, bei Zahlungsverzug oder aus Sicherheitsgründen vorübergehend oder dauerhaft zu sperren.

§ 16 Sonstige Bestimmungen

16.1 Erfüllungsort für sämtliche Leistungen ist – sofern nichts anderes vereinbart wurde – Wien.

16.2 Eine Aufrechnung mit behaupteten Gegenforderungen ist nur zulässig, wenn diese rechtskräftig festgestellt oder von der Anbieterin ausdrücklich anerkannt wurden, sofern nicht zwingendes Verbraucherrecht entgegensteht.

16.3 Rechte und Pflichten aus dem Vertragsverhältnis dürfen von Teilnehmer:innen ohne vorherige schriftliche Zustimmung der Anbieterin nicht an Dritte übertragen werden.

16.4 Sollte die Anbieterin einzelne Rechte aus diesen AGB nicht oder nicht sofort geltend machen, liegt darin kein Verzicht auf diese Rechte.

§ 17 Anwendbares Recht und Gerichtsstand

17.1 Es gilt ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts und des UN-Kaufrechts.

17.2 Für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis ist – soweit gesetzlich zulässig – das sachlich zuständige Gericht in Wien zuständig.

§ 18 Verbraucherbestimmungen, KSchG und Widerrufsrecht

18.1 Gegenüber Verbraucher:innen im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes gelten diese AGB nur insoweit, als sie nicht zwingenden gesetzlichen Bestimmungen widersprechen.

18.2 Bei Fernabsatzverträgen oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen steht Verbraucher:innen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsabschluss zu. Zur Ausübung des Widerrufs ist eine eindeutige Erklärung in Schrift- oder Textform an die Anbieterin zu richten.

18.3 Wird auf ausdrücklichen Wunsch der Verbraucher:innen mit der Vertragserfüllung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen, ist bei einem späteren Widerruf ein angemessener Betrag für die bis dahin bereits erbrachten Leistungen zu bezahlen, soweit dies gesetzlich zulässig ist.

18.4 Bereits ausgehändigte oder freigeschaltete Unterlagen, Downloads oder sonstige Inhalte sind im Widerrufsfall – soweit möglich – nicht weiter zu verwenden und auf Verlangen zu löschen bzw. zurückzustellen.

Diese AGB dienen der Regelung der Vertragsbeziehung zwischen der Anbieterin und ihren Kund:innen und sind Bestandteil des jeweiligen Fortbildungsvertrags, soweit im Einzelfall nichts Abweichendes schriftlich vereinbart wird.